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Die 10 Gebote des Kapitalismus - eine heitere Anatomie seiner Widersprüche

Satirische, aber faktennahe Anatomie des Kapitalismus als „Religion des Marktes“: zehn unausgesprochene Gebote, ihre inneren Widersprüche – und wie sie Klimakrise, Ungleichheit und Demokratieabbau im proto-Superorganismus Menschheit befeuern.

1.Die 10 Gebote des Kapitalismus

– eine heitere Anatomie seiner Widersprüche

1.1.Vorwort: Die Religion des Geldes

Willkommen in der Kirche des Marktes. Eintritt frei, Austritt teuer. Hier predigen wir Effizienz, Wachstum und Eigenverantwortung – doch am Ende beten wir alle dasselbe goldene Kalb an. Der Kapitalismus ist keine Ideologie, er ist eine Religion mit Buchhaltung. Seine Gebote sind unausgesprochen, aber universell: Glaube an Profit, meide Sinn, und arbeite, bis du das System verstanden hast – und dann ist es zu spät.

Dieser Text will nichts zerstören, sondern zeigen, wie elegant sich das System selbst sabotiert. Humor ist erlaubt – schließlich lacht der Markt zuletzt. Und meist über dich. Die folgenden „Gebote“ sind satirisch überspitzt, aber sie berühren reale Mechanismen, die sich in Daten zu Vermögenskonzentration, Monopolmacht, Wachstumszwang und Demokratieabbau wiederfinden. Wer tiefer in die Diagnose einsteigen möchte, findet sie im „Handbuch: Superorganismus Demokratie“ und im Essay „Am Scheideweg“.


1.2.Du sollst Kapital besitzen, nicht nur arbeiten

  1. Gebot

Im Kapitalismus gilt: Wer arbeitet, hat Pech gehabt. Arbeiten ist nur der Eintrittspreis ins Spiel – gewinnen tun die, die nicht mehr müssen. Der Traum, genug Geld zu verdienen, um nie wieder zu arbeiten, ist so universell wie absurd. Denn wenn alle von Renditen leben wollten, wer würde sie dann erarbeiten?

Die Ironie: Das System funktioniert nur, solange genug Menschen nicht frei sind. Der Kapitalismus lebt von jenen, die er glauben lässt, sie könnten ihm irgendwann entkommen. Eine schöne Illusion – aber irgendjemand muss ja den Strom, das Brot und den Beton liefern. Wer alt genug ist, kann Pispers in Gedanken hören.

Empirisch spiegelt sich das in der Vermögensstatistik: Ein kleiner Prozentsatz der Menschen besitzt einen wachsenden Anteil des globalen Reichtums, während die Mehrheit hauptsächlich Zeit und Gesundheit verkauft. Diese Schieflage wirkt im Bild des Superorganismus wie eine „verstopfte Versorgungsleitung“: Nährstoffe – Einkommen, Sicherheit, Zukunftschancen – kommen nicht mehr dort an, wo sie gebraucht werden.


1.3.Du sollst Reichtum geringer besteuern als Arbeit

  1. Gebot

Das Spiel hat Levels – aber die werden leichter, je weiter du kommst. Während Normalverdiener einen erheblichen Teil ihres Einkommens als Lohnsteuer und Sozialabgaben abführen, werden Kapitaleinkünfte, Erbschaften und Vermögenszuwächse oft niedriger besteuert, clever „gestaltet“ oder ganz in Steueroasen verschoben. Die Reichen nennen das „Leistungsgerechtigkeit“ oder „Steueroptimierung“, der Rest nennt es Magie, aggressive Steuervermeidung oder schlicht Steuerhinterziehung.

Im Märchen des Marktes steigen die Helden auf, weil sie fleißig sind. In der Realität steigen sie, weil ihr Geld für sie arbeitet – und es macht keine Mittagspause. So werden Steuern zu einer Art Umverteilung von unten nach oben, eine Schwerkraftumkehr für Geld. Und zwar Generation für Generation, weil natürlich auch Großerben deutlich mehr Spielraum und „Auslegung“ bei der Erbschaftsteuer haben.

Im größeren Bild bedeutet das: Der Superorganismus subventioniert seine reichsten „Zellen“ und zwingt andere, Überstunden für deren Renditen zu leisten. Die demokratische Frage dahinter – wem gehören große Vermögen, Infrastruktur und natürliche Ressourcen – wird im „Beyond Kapitalismus“-Entwurf systematisch gestellt.


1.4.Du sollst deine Konkurrenz vernichten, um die freie Marktwirtschaft zu retten

  1. Gebot

Wettbewerb ist das Lebenselixier des Kapitalismus – bis jemand gewinnt. Dann nennt man es „Monopol“ oder „Plattform“ und applaudiert. Die stärksten Spieler kaufen einfach alle anderen auf, bis sie allein das Spielfeld besitzen. Danach nennen sie das „Marktlogik“. Ernsthaft: Das habe ich seit meinem 15. Lebensjahr nicht verstanden.

Ironisch: Der Kapitalismus predigt Konkurrenz, schafft aber Märkte, in denen es sie faktisch kaum noch gibt. Digitale Konzerne kontrollieren Suchmaschinen, Werbemärkte, soziale Netzwerke und Cloud-Infrastruktur. Onlinehändler verkaufen Bücher, Unterhaltung, Werbung und die Daten dazu gleich mit. Freie Märkte sind das Lieblingsmärchen monopolistischer Milliardäre.

Im Superorganismus-Bild bedeutet das: Einzelne Akteure eignen sich ganze Organfunktionen an – Informationsfluss, Zahlungsverkehr, öffentliche Debatte. Das Nervensystem wird damit anfällig für Manipulation, wie im Kapitel „Propaganda, Desinformation und Zersetzung“ ausgeführt wird.


1.5.Du sollst Löhne senken, bis keiner mehr kaufen kann

  1. Gebot

Je weniger du deinen Mitarbeitern zahlst, desto mehr bleibt für dich – zumindest in der Tabellenkalkulation. Praktisch ruiniert dich das irgendwann selbst, weil deine Kunden dieselben Menschen sind, denen du gerade das Gehalt gekürzt hast. Wer überall nur Kosten senkt, sägt an dem Ast, auf dem er sitzt.

Das System nennt das „Effizienz“. Keynes nannte es sinngemäß „Dummheit mit Excel“: Wenn viele Unternehmen gleichzeitig Löhne drücken und investieren zurückfahren, sinkt die Nachfrage, Produktion stagniert, Arbeitslosigkeit steigt. Alle haben aus ihrer Perspektive rational gehandelt – kollektiv ist es fatal.

Im Organismus-Bild entspricht das einer chronischen Unterversorgung der Peripherie: Wenn Arme und Mittelschichten kein Geld mehr für Wohnen, Gesundheit und Teilhabe haben, dann steigt die Anfälligkeit für autoritäre Angebote, die einfache Schuldige versprechen.


1.6.Du sollst Produkte effizienter machen, bis sie wertlos sind

  1. Gebot

Effizienz ist der Fetisch der Moderne. Alles wird billiger, schneller, besser – bis niemand mehr dafür bezahlt. Der Kapitalismus lebt von Knappheit, produziert aber Überfluss. Und was nichts mehr kostet, bringt auch keinen Profit. Genau aus diesem Grund sind bestehende Energiekonzerne nicht begeistert davon, wenn Energie extrem günstig, dezentral, erneuerbar und weitgehend gemeinwohlorientiert wird.

Die Auswirkungen dieses Mantras ziehen weite Kreise. Wenn digitale Güter, Software, Musik oder Wissen nahezu Null-Grenzkosten erreichen, wirkt das aus gesellschaftlicher Sicht wie ein Geschenk: Bildung, Information und Kultur könnten allen offenstehen. Aus Sicht eines Geschäftsmodells, das auf künstlicher Knappheit beruht, ist es ein Problem. Jeremy Rifkin sprach von der „Null-Grenzkosten-Gesellschaft“: eine Welt, in der alles verfügbar, aber nichts mehr klassisch verkäuflich ist.

Im Superorganismus-Kontext ist das eigentlich eine Chance: Wenn der „Stoffwechsel“ dank erneuerbarer Energie und Digitalisierung weniger Ressourcen frisst, könnte Arbeit dorthin verschoben werden, wo sie für den Organismus wirklich wichtig ist. Die Frage ist nur, ob wir unser Wertsystem rechtzeitig anpassen – oder ob wir lieber alte Knappheiten künstlich aufrechterhalten.


1.7.Du sollst sparen, bis die Wirtschaft zusammenbricht

  1. Gebot

Wenn du Geld ausgibst, bist du ein Verschwender. Wenn du es sparst, bist du ein Vorbild – bis alle gleichzeitig sparen, dann bist du der Grund für die Rezession. Willkommen beim Paradoxon der Sparsamkeit: Individuell rational, kollektiv fatal.

Jeder tut das Richtige, und gemeinsam ruinieren sie alles. Am Ende muss der Staat einspringen, um das System zu retten, das gerade erklärte, er solle sich bitte raushalten. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert – ein ökonomisches Perpetuum mobile, betrieben mit Steuergeld. Oder wie ließe sich das anders beschreiben?

Diese Dynamik ist nicht abstrakt. Sie zeigt sich in Austeritätsprogrammen, die Sozialleistungen kürzen und öffentliche Investitionen streichen, um „Haushaltsdisziplin“ zu demonstrieren – und damit Wachstum, Klimaschutz und Infrastrukturmodernisierung blockieren. Im Superorganismus wirkt so eine Politik wie selbst auferlegte Unterernährung und Organabbau, während gleichzeitig Rekordeinnahmen in Vermögensportfolios geparkt werden.


1.8.Du sollst ewig wachsen, auch wenn du daran stirbst

  1. Gebot

Wachstum ist das Mantra der Moderne – egal, ob du ein Land, ein Unternehmen oder ein Tumor bist. Der Kapitalismus kennt keine Sättigung, nur Steigerung. „Mehr“ ist sein einziger Sinn. Leider ist der Planet rund und endlich.

Der Widerspruch ist so alt wie der Motor: unendliches Wachstum auf endlichem Boden. Die Natur nennt so etwas „Kollaps“, der Kapitalismus nennt es „Konjunkturzyklus“. In der Biologie ist ungebremstes Wachstum einzelner Zellen das, was wir als Krebs bezeichnen. Genau diese Analogie zieht das Handbuch zum Superorganismus: Wird der Stoffwechsel des Systems – Energieverbrauch, Rohstoffentnahme, CO₂-Ausstoß – nicht begrenzt, überhitzt der gesamte Organismus.

Im Biologie-Unterricht fand ich schon faszinierend: Ein Pilz in der Petrischale ist sich nicht bewusst, dass er sich selbst auslöscht, indem er exponentiell wächst, bis die Ressourcen verbraucht sind. Wir hingegen sind uns dessen sehr wohl bewusst – ignorieren den Umstand aber gerne, weil es ja „noch zig Trillionen Planeten da draußen gibt“. Dumm nur, dass wir bis dahin einen brauchen, auf dem wir den Weg dorthin überhaupt organisieren können.


1.9.Du sollst predigen, dass Arbeit sich lohnt – aber sieh zu, dass sie es nicht tut

  1. Gebot

Der schönste Mythos des Systems lautet: „Leistung muss sich lohnen.“ Klingt fair, bis man merkt, dass Leistung wenig zählt, wenn Kapital lauter spricht. Die oberen Etagen bestimmen ihre Gehälter selbst, segnen sie gegenseitig ab – und nennen es Marktgerechtigkeit.

Währenddessen rettet die Krankenschwester Leben für 3.000 Euro brutto und der Bankvorstand zerstört sie für das Hundertfache. Objektive Bewertung? Nicht vorgesehen. Der Kapitalismus liebt Geschichten über Aufstieg, aber hasst Mechanismen, die ihn ermöglichen würden – etwa starke Tarifbindung, Vermögenssteuern oder eine Neuordnung dessen, was als „systemrelevante“ Arbeit gilt. Genau hier setzt die Idee der Weighted Time Tokens an: den Beitrag zum Gemeinwohl anders zu gewichten als heute.

Eine kleine Rechenübung macht die Verzerrung greifbar. Angenommen, man wäre unsterblich wie der Highlander. Noyce! Man wäre vor etwa 80.000 Jahren zur Welt gekommen und hätte eine geniale Geschäftsidee, mit der du viel Geld verdienst. Du könntest jeden Tag deines Lebens ganz entspannt 10.000 Dollar zur Seite legen. Unterm Kopfkissen, im Schließfach, egal. Selbst heute, nach grob 80.000 Jahren und über 29 Millionen Tagen Sparzeit, lägest du immer noch deutlich hinter einigen der reichsten Einzelpersonen unseres Planeten. Keine Pointe – nur eine Größenordnung.


1.10.Du sollst Arbeit schaffen – egal, ob sie Sinn ergibt

  1. Gebot

Im Kapitalismus gilt Beschäftigung oft als Selbstzweck. Arbeit ist Tugend, selbst wenn sie nichts bringt. Steuerberater kämpfen gegen Steuerprüfer, Anwälte gegen Anwälte, Controller gegen Controller – ein endloses Schachspiel, bei dem niemand das Brett verlässt. Hauptsache, die Excel-Sheets sind voll.

David Graeber nannte das „Bullshit Jobs“: Tätigkeiten, die alle Beteiligten für sinnlos halten, die aber notwendig sind, damit das System sich beschäftigt fühlt. Der Kapitalismus produziert Arbeit, um seine eigene Existenz zu rechtfertigen – wie ein Hamsterrad, das stolz darauf ist, sich zu drehen.

Mir fällt dazu immer die Szene aus „The Fifth Element“ mit Zorg ein, als er fast an seinen eigenen Produkten erstickt. Genau so wirkt ein Superorganismus, in dem riesige Bereiche nur noch mit sich selbst beschäftigt sind, während Pflege, Bildung, Infrastruktur und Demokratie auf dem Zahnfleisch gehen. Im „Beyond Kapitalismus“-Kapitel wird deshalb vorgeschlagen, gesellschaftlich notwendige Arbeit und Beschäftigung in sinnlose Tätigkeiten systematisch zu entkoppeln.


1.11.Du sollst an das ewige Wachstum glauben – Amen

  1. Gebot

Dies ist das letzte und heiligste Gebot. Das Evangelium der Ökonomie lautet: Wachstum ist immer gut. Egal, was zerstört wird, solange das Bruttoinlandsprodukt steigt. Die Natur ist eine Fußnote, Menschenleben ein Kostenfaktor, der sich amortisieren soll.

Das System ist so gebaut, dass Stillstand als Tod gilt. Also wächst es weiter – notfalls in die Katastrophe. Der Kapitalismus gleicht einem Hai: Er muss sich bewegen, sonst erstickt er. Und je weiter er schwimmt, desto leerer wird das Meer. Dass physikalische Naturgesetze sich nicht verhandeln lassen, spielt in dieser Erzählung kaum eine Rolle. CO₂-Budgets, planetare Grenzen, Biodiversität – alles nur „Rahmenbedingungen“, bis sie brechen.

AMEN.


1.12.Epilog: Die göttliche Selbstzerstörung – und was danach kommt

Alle diese Widersprüche sind keine Bugs, sie sind Features. Der Kapitalismus ist kein kaputtes System, das sich nebenbei reparieren ließe, sondern ein selbsterhaltendes Paradoxon: Er muss Ungleichheit erzeugen, um sich zu stabilisieren. Er muss Arbeit entwerten, um Beschäftigung zu schaffen. Er muss Umwelt zerstören, um Rendite zu sichern.

Sein genialer Trick ist psychologisch: Er lässt jede und jeden glauben, man könne ihn schlagen. „Du musst nur härter arbeiten, klüger investieren, besser sparen.“ Doch das Spielbrett gehört ihm. Und während wir fleißig nach oben klettern, dreht sich die Leiter im Kreis. Die Folge sehen wir im politischen Nervensystem: Demokratieabbau und Rechtsruck sind keine Laune, sondern logische Folgekosten eines Systems, das große Teile der Bevölkerung dauerhaft frustriert.

Doch wer die Paradoxien erkennt, kann lachen – und neu denken. Systeme, die von Widersprüchen leben, sterben irgendwann an Klarheit. Genau hier setzen die anderen Teile des Projekts an: Das „Handbuch: Superorganismus Demokratie“, die Charta des proto-Superorganismus und die Entwürfe „Beyond Kapitalismus“ beschreiben, wie ein globaler Organismus aussehen könnte, der nicht von Ungleichheit, sondern von Fairness lebt.

Eigentlich ist das Thema zum Verzweifeln. Dieser Text ist der Versuch, mit etwas Humor auf Distanz zu gehen – ohne die Härte der Fakten zu verschweigen. Wenn du wissen willst, welche Alternativen es gibt:

„Beyond Kapitalismus“ weiterlesen


1.13.Hinweise und Quellen

Dieser Text ist bewusst essayistisch und satirisch. Die angesprochenen Muster sind jedoch gut dokumentiert und lassen sich u.a. hier nachlesen:

  1. Vermögenskonzentration und Ungleichheit
    – World Inequality Lab: World Inequality Report 2022 – Oxfam: Billionaire wealth surges by $2 trillion in 2024 (Davos-Report)

  2. Kapital- vs. Arbeitseinkommen, Steuerungerechtigkeit
    – Thomas Piketty: Capital in the Twenty-First Century – OECD-Berichte zur Besteuerung von Arbeit und Kapital

  3. Monopolbildung und Plattformkapitalismus
    – Shoshana Zuboff: The Age of Surveillance Capitalism – Studien zu Marktkonzentration in Digitalmärkten (z.B. EU-Wettbewerbsberichte)

  4. Null-Grenzkosten und Effizienzparadoxon
    – Jeremy Rifkin: The Zero Marginal Cost Society – Debatten zu Digitalisierung, Open Source und Gemeingütern

  5. Bullshit Jobs und Sinnkrise der Arbeit
    – David Graeber: Bullshit Jobs – A Theory

  6. Wachstumszwang und planetare Grenzen
    – Johan Rockström u.a.: Arbeiten zu Planetary Boundaries – IPCC-Berichte und die im Handbuch zitierten Klimadaten

  7. Demokratieabbau, Rechtsruck und Ungleichheit
    – V-Dem: Democracy Report – Freedom House: Freedom in the World – Analysen zu Zusammenhang von Ungleichheit und Populismus, wie im „Am Scheideweg“-Essay aufgegriffen.

Dieses „Gebote“-Kapitel versteht sich als humorvoller Einstieg in eine ernste Diagnose: Wenn wir den Kapitalismus als Religionsersatz mit eingebautem Selbstzerstörungsmechanismus begreifen, wird klarer, warum eine demokratische, faire Neuordnung – ein lernender Superorganismus – nicht Utopie, sondern Überlebensstrategie ist.